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Danilo Petrucci stürmt MotoAmerica Superbike

Danilo Petrucci stürmt MotoAmerica Superbike
MotoGP-Rennsieger holt Siege und Podiumsplätze bei seinem US-Debüt
Petrucci und Gagne trugen ihren Kampf über die gesamte Saison hinweg aus bis zur letzten Runde im Barber Motorsports Park in Birmingham, Alabama. Letztendlich gingen Petrucci und Ducati als Sieger hervor. Hier erzählt der neue US-Meister in seinen eigenenWorten von seiner Saison, Rennen für Rennen mit Höhen und Tiefen.
Die Herzen im amerikanischen Herzland erobern

Danilo Petrucci hat mit seinen Siegen in der MotoGP mit Ducati und einem Etappensieg bei der Rallye Dakar auf einer KTM die Herzen der Motorradfans auf der ganzen Welt erobert. Trotz dieser internationalen Erfolge ging der 31-jährige Italiener als Außenseiter in die diesjährige MotoAmerica Medallia Superbike Meisterschaft.

Die zehn Runden umfassende US-Serie, deren Vorsitzender der dreimalige 500er-Weltmeister Wayne Rainey ist, wurde 2021 von Jake Gagne aus dem Fresh N' Lean Attack Performance Yamaha Racing Team dominiert. Der 30-Jährige aus Colorado gewann auf dem Weg zu seinem ersten Superbike-Titel 17 Rennen, davon 16 in Folge.

Für sein MotoAmerica Debüt war Petrucci mit einer Vierzylinder-Rakete bewaffnet, einer Ducati Panigale V4R in World Superbike Spezifikation. Unterstützung erhielt er von der erfahrenen Crew von Warhorse HSBK Racing Ducati NYC. Petrucci, der mit vielen Strecken der Serie und den Dunlop-Reifen nicht vertraut war, fuhr wie gewohnt Rennsiege und Podiumsplätze ein.

Rennen 1: Erster; Rennen 2: ErsterCircuit of The Americas — Austin, Texas

„Nach der Dakar gingen wir zum Testen – die erste Annäherung an das Motorrad – und es lief gut. Aber dann fuhren wir nach Misano zu einem weiteren Vorsaisontest mit den World Superbike Jungs, und wir waren viel langsamer als alle anderen.

Ich bin also ohne Erwartungen in diese Meisterschaft gekommen. Wenigstens kannte ich die Strecke. Sie ist sehr schnell, dort konnten wir die Stärken der Ducati voll ausspielen. Wir haben zwei Rennen ziemlich einfach gewonnen, dabei hatte ich damit nicht gerechnet.

Es tat wirklich gut, innerhalb des MotoGP Wochenendes zu gewinnen, und ich war so glücklich, viele Leute vom letzten Jahr zu sehen. Es war eines der besten Wochenenden in diesem Jahr, vielleicht sogar das beste, ganz bestimmt.“

Rennen 1: Erster; Rennen 2: DNSMichelin Raceway Road Atlanta — Braselton, Georgia

„In Road Atlanta habe ich festgestellt, dass die amerikanischen Strecken sehr, sehr schwierig und unterschiedlich sind, mit vielen verschiedenen Arten von Asphalt. Road Atlanta hat einige gute Bremszonen, und wir konnten den vierten, fünften und sechsten Gang auf dem Motorrad nutzen.

Wir hatten in den ersten paar Runden des Rennens einen guten Kampf mit Jake Gagne. Dann stürzte er, und ich konnte wieder gewinnen. Im zweiten Rennen hatten wir leider vor dem Start einen Defekt. Das war der erste ‚Moment' in diesem Jahr.

Wir verließen Road Atlanta zwar immer noch als Führende, aber mit einem gewaltigen Nuller in der Meisterschaft.“

Race 1: fourth; Race 2: thirdVirginia International Raceway — Alton, Virginia

„VIR war der Schlüsselpunkt in dieser Saison, denn nach dem Freitag hatten wir ein großes Problem mit dem Motorrad, ein Problem mit der Motorbremse, das auch in den späteren Rennen immer wieder auftauchte. Am Samstag, im ersten Rennen, habe ich nur versucht, oben zu bleiben und das Rennen zu beenden.

Im zweiten Rennen probierte ich, in den Windschatten von Mathew Scholtz zu kommen, aber er drängte mich weit ab. Auf der Ziellinie – einer Kurve im sechsten Gang – hatte ich zu viel Schräglage und stürzte bei 280 km/h. Das war der schrecklichste Sturz meines Lebens, bei wirklich hoher Geschwindigkeit. Ich habe immer noch blaue Flecken am Körper.

Ich war so wütend. Für mich sind viele der Strecken hier in den USA nicht gut für Superbikes, das gilt besonders für den VIR.“

Rennen 1: Zweiter; Rennen 2: DritterRoad America — Elkhart Lake, Wisconsin

„Road America ist eine so schöne Strecke, abgesehen vom Asphalt. Das Layout ist eines der schönsten, das ich je gesehen habe, und wir hatten zwei gute Rennen.


Im ersten Rennen kämpften wir bis zum Schluss um die Führung. Dann machte Scholtz einen unfeinen Zug und nahm mir die Chance, das Rennen zu gewinnen. Im zweiten Rennen war die Strecke nicht wirklich nass, aber feucht. Wir schafften es gerade noch, mit den Regenreifen ins Ziel zu kommen, und holten einen weiteren Podiumsplatz.

Auf Strecken mit Superbike-tauglichen Layouts wie COTA, Road Atlanta und Road America habe ich gleichviel oder mehr Punkte als Jake geholt. Auf den anderen Strecken war er einfach schneller als ich."

Rennen 1: Dritter; Rennen 2: Zweiter Ridge Motorsports Park — Shelton, Washington

„The Ridge war wieder eine neue Strecke. Es ist eine weitere typische US-Strecke, so eng, so klein. Es war ziemlich schwierig, vor allem weil wir im ersten freien Training einen weiteren Motorschaden erlitten hatten. So verloren wir den größten Teil des zweiten freien Trainings.

Wir haben es geschafft, einen dritten und einen zweiten Platz zu erreichen. Es war ein typisches Wochenende: Wir fanden spät – zu spät – ein passendes Setup an.“

Rennen 1: Dritter; Rennen 2: ZWEITERWeatherTech Raceway Laguna Seca – Monterey, Kalifornien

„Außer in Austin, wo der Untergrund zwar holprig, aber die Qualität des Asphalts gut ist, hatten wir keine Traktion. Es war immer das gleiche Problem: Jake war zu Beginn des Rennens sehr, sehr schnell, und ich hatte nicht seine Traktion.

In Laguna war es dasselbe: Wenn ich das Gas aufmachte wie Jake, verlor ich das Motorrad. Ich habe versucht, sanfter zu fahren, ich versuchte, aggressiver zu fahren, aber er war einfach schneller. Ich hatte immer das Gefühl, dass ich mit 80 Prozent unserer Informationen fahre und nicht mit 100 Prozent des Motorrads. Ich konnte nicht wirklich so pushen, wie ich wollte.

Wenn ich versuchte, 100 Prozent des Motorrads zu nutzen, lief ich Gefahr, die Front zu verlieren, einen weiten Bogen zu fahren oder zu stürzen. In jeder Kurve hatte ich massives Chattering. In Laguna hatte ich erwartet, wenigstens näher an Jake dran zu sein, aber das war nicht möglich.“

Rennen 1: Dritter; Rennen 2: ErsterBrainerd International Raceway — Brainerd, Minnesota

„Glücklicherweise hatten wir die Möglichkeit, in Brainerd zu testen. Es ist eine ganz besondere Strecke, mit vielen verschiedenen Asphaltarten und vielen seltsamen Kurven. An diesem Wochenende gab ich mein Bestes, um Jake aufzuhalten und mehr Druck auf ihn auszuüben.

Im ersten Rennen machte ich einen Fehler. Ich war schlecht gestartet, weil ich im Qualifying am Samstagmorgen schwer gestürzt war und mich ziemlich verletzt hatte. Also habe ich einfach nur versucht, das Rennen zu beenden. Ich lag an zweiter Stelle und an meinem Motorrad ratstete ein Gang nicht ein. Ich musste einen weiten Bogen fahren und wurde Dritter.

Im zweiten Rennen habe ich versucht, an Jake dranzubleiben. Ich machte einen kleinen Fehler in der ersten Runde und einen weiteren nach zwei Runden. Ich versuchte, Jake beim Gasgeben zu kopieren, aber mein Motorrad hatte nicht die gleiche Traktion wie seine Yamaha.

Jake war schon weit weg, als er stürzte. Er hat uns ein großes Geschenk gemacht, denn so haben wir die Führung in der Meisterschaft zurückerobert. Aber es war kein makelloser Sieg, wir haben das Rennen gewonnen, weil er gestürzt ist. Er war zu Beginn des Rennens so schnell, ich konnte nichts anderes tun, als ihm zu folgen.”

Rennen 1: Zweiter; Rennen 2: DritterPittsburgh International Race Complex — Wampum, Pennsylvania

„Im ersten Rennen mussten wir dreimal starten. Ich versuchte jedes Mal, vor Jake zu bleiben, aber er war zu schnell. Beim Anbremsen, am Kurveneingang oder in der Kurvenmitte verlieren wir nichts, aber wenn wir aus der Kurve heraus das Gas aufmachen, ist er einfach schneller.

Jake nutzte den Hinterreifen besser. Ich weiß nicht, ob es am Motorrad oder an ihm liegt, aber ich hatte das gleiche Gefühl bei seinem Teamkollegen Cameron Petersen. Im ersten Rennen konnte ich eine Sekunde gutmachen. Aber im zweiten Rennen konnte ich nicht einmal Mathew folgen und kam auf Platz 3 ins Ziel.

Ich hatte das Gefühl, ein Motorrad mit Anhänger zu fahren, denn ich musste jedes Mal warten, bis sich das Heck stabilisierte. Ich hatte nicht das Gefühl, dass der Hinterreifen Bodenkontakt hatte. Er war immer in Bewegung, wackelte, rutschte. Dieses Rennen war schwer zu schlucken, wir hatten mehr erwartet.

Unser Motorrad geht am besten, wenn man schnell fährt und hart bremst. In Pittsburgh bremst man nur ein paar Mal hart. Viele dieser Strecken sind flüssig, mit viel Beschleunigung und viel Zeit in Schräglage. Das ist der schlimmste Teil für uns.“

Rennen 1: Vierter; Rennen 2: ErsterNew Jersey Motorsports Park — Millville, New Jersey

„Sicherlich mag unser Motorrad die Bodenwellen nicht. Und wenn die Traktion zu gering ist, haben wir viel zu kämpfen. Wir hatten das Problem mit dem Qualifying-Reifen ein wenig behoben, aber wenn die anderen ebenfalls Qualifyer aufzogen, fuhren wir eine gute Rundenzeit, aber eben nur eine.

Es war, als ob ich in einem Rhythmus feststeckte. Wenn ich versuchte, mehr zu pushen, blieb das Motorrad nicht stabil. Es fing an sich zu schütteln und zu vibrieren. Wenn ich versuchte, in eine Kurve einzubiegen, spürte ich, wie die Front zumachte und das Heck folgte. Es war unfassbar. Ich war froh, das Motorrad im ersten Rennen über die Ziellinie zu bringen.

Der Regen am Sonntag mischte die Karten neu. Bei diesen Bedingungen verschwinden unsere Probleme. Unser Motorrad funktioniert im Nassen so gut, und ich mag es sehr, so geschmeidig und flüssig zu fahren, alles geht leicht von der Hand. Am Samstag war Jake nicht zu stoppen. Der Regen hat uns sehr geholfen.”

Rennen 1: Dritter; Rennen 2: VierterBarber Motorsports Park — Birmingham, Alabama

"Wir kamen im Mai hierher, um die Strecke zu lernen, und es war ein guter Test. Wir waren in der Lage, viele Runden unter 1:23 zu fahren, und mit einem gebrauchten Reifen sogar unter 1:24. Aber seit Freitagmorgen war ich nicht mehr in der Lage, auf dem Motorrad zu bleiben. Ich bin vier oder fünf Mal pro Session fast gestürzt. Ich war nicht einmal in der Nähe meiner Rundenzeiten vom Test, und die Jungs vor mir waren schneller als der Rundenrekord.”

"Wir haben alles versucht. Für das abschließende Qualifying setzten wir das Setup von Brainerd ein, aber ich konnte keine Verbesserung feststellen. Es lag nicht an einem bestimmten Bereich, sondern an jeder Kurve. Die Kante des Reifens funktionierte nicht. Wenn ich die Bremse löste, verlor ich das Heck. Ich hatte wirklich Angst, das Motorrad zu fahren.

"Im ersten Rennen gab mir MotoAmerica Fehlstart und ich wurde Vierter [das Team legte Einspruch gegen die Entscheidung ein, und der dritte Platz wurde wiederhergestellt]. Aber das spielt keine Rolle; wir waren weit, weit von der Führung entfernt. Wir waren nicht im Spiel. Nicht einmal in der MotoGP wurde er um zwei Sekunden pro Runde geschlagen.”

"Am Sonntag stand ich nicht wirklich unter Druck, weil wir an diesem Wochenende wirklich in Schwierigkeiten waren. Wir haben das Setup komplett geändert, und ich bin ein Motorrad gefahren, das mir völlig unbekannt war. Ich habe versucht, mein Bestes zu geben, aber fünf Runden vor Schluss hatte mein Motorrad keine Beschleunigung mehr. Mein Hinterreifen war völlig hinüber, und ich verlor in der vorletzten Kurve den dritten Platz an PJ Jacobsen.”

"Wir haben auch festgestellt, dass wir den Reifen das ganze Jahr über zu lange aufgewärmt haben - über zwei Stunden. Wir haben den Reifen nur 40 Minuten lang aufgewärmt, und das Motorrad ließ sich wirklich gut fahren; ich fuhr in den hohen 1:23er und den niedrigen 1:24er Zeiten, zumindest in den ersten Runden. Im Allgemeinen haben wir den Reifen die ganze Saison über gekocht. Ich will nicht glauben, dass dies das Problem war, aber die Meisterschaft ist weg.”

"Ich bin froh, dass alles erledigt ist. Ich stelle Jake auf eine Stufe mit den besten Fahrern, mit denen ich in der MotoGP gefahren bin. Er ist sehr talentiert. Als wir hierher kamen, haben wir nichts erwartet, aber wir haben die ganze Saison um die Meisterschaft gekämpft. Wir brachten viel Aufregung in die Serie. Es war auf jeden Fall sehr gut, hier Rennen zu fahren. Ich würde gerne eines Tages diese Meisterschaft gewinnen."

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Danilo Petrucci ist nur einer von vielen Fahrern, die die Marke REV'IT! in Top-Rennserien auf der ganzen Welt vertreten, darunter MotoGP, WorldSBK, MotoAmerica und mehr. Lerne alle leidenschaftlichen Profisportler der REV'IT! Rennsportfamilie kennen.