ZWISCHEN ZWEI DESIGNS: <b>THE ONE MOTO SHOW 2020</b>

ZWISCHEN ZWEI DESIGNS: THE ONE MOTO SHOW 2020

Das Herz der Custom-Szene schlägt am lautesten bei der One Moto Show, wo Ausdruck, Technik und die Liebe zum Original zusammenkommen.
03-18-2020
Urban

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Von:

JOONIL PARK

REV’IT!’ Brand Relations Manager USA

Joonil Park

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ZWEI DESIGNER, EINE SHOW

Seit mittlerweile elf Jahren setzt die One Moto Show Maßstäbe an Kreativität, Fertigkeiten und Designtrends. Auf der einen Seite wird die Custom-Szene niemals den Respekt vor der erforderlichen Erfahrung verlieren, um einen elementaren Sinn für Linien und Formen zu entwickeln oder Metall mit einer Rollenstreckmaschine zu bearbeiten. Auf der anderen Seite drängen sich immer mehr Customizer mit geübtem Auge und Kenntnissen als Designer ins Rampenlicht.

Zu letzteren gehören zwei stark respektierte Typen und bekannte REV’IT! Kooperationspartner: Scott Kolb von Kolb Machine in New York und David Mucci von Moto Mucci in Portland. Die beiden gewährten uns während der One Moto Show Einblicke in ihre Schöpfungen und kreativen Arbeitsprozesse.

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David Mucci - KTM Tracker

Dave Mucci

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DANKE, DASS IHR EUCH DIE ZEIT FÜR UNS NEHMT WÄHREND EINES HEKTISCHEN ONE MOTO WOCHENENDES. EURE OBJEKTE FÜR DIESES JAHR SIND WUNDERBARE KREATIONEN AUS DESIGN UND TECHNIK. ERZÄHLT UNS WAS DAVON.

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Scott Kolb [SK]: Mein Airhead-Racer besitzt den Motor einer BMW R 90/6 von 1976 und ist eine Hommage an die BoT-Renner in Daytona. Die Maschine leistet 81 PS, wiegt 140 kg und wurde maßgeschneidert für einen Kunden in New York, der 1,93 Meter groß ist und 109 kg wiegt.

David Mucci [DM]: Mein Projekt basiert auf einer KTM 300 XC-W Six Days von 2014 und wurde zufälligerweise ebenfalls für einen Kunden gemacht. Die Maschine ist ein Hochleistungs-Zweitakt-Street-Tracker mit Straßenzulassung und Karosserieteilen aus handgeformten Aluteilen.

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Scott Kolb - BMW Racer

Scott Kolb

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NEW YORKER HABEN EINEN EXZELLENTEN GESCHMACK. LEHNT IHR MANCHMAL KUNDENAUFTRÄGE AB? GIBT ES DINGE, DIE IHR NICHT MACHEN WÜRDET?

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DM: Wenn ich mich mit einem potenziellen Kunden nicht einigen kann, dann meistens aus zwei Gründen: Entweder passt sein Budget nicht zur gewünschten Arbeit oder er möchte, dass ich die Arbeit von jemand anderem kopiere. Ich habe einen Abschluss als Designer und baue Motorräder um, weil ich handwerklich und kreativ tätig sein kann. Jemandes Vorstellung nachzumachen oder auch einfach nur eine Kopie anzufertigen interessiert mich nicht.

SK: Ein Motorrad muss etwas leisten, etwas erfüllen. Es muss eine Sinnhaftigkeit in sich tragen wie: Wenn wir es so machen, sind wir schneller als irgendwer sonst auf der Rennstrecke.

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Scott Kolb - 1
David Mucci - 1

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ES IST OFFENSICHTLICH, DASS IN EUREN PROJEKTEN VIEL VON EUREN GEDANKEN UND FÄHIGKEITEN STECKT. WO UND WIE HABT IHR EURE FERTIGKEITEN ENTWICKELT?

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DM: Ich wuchs auf als Sohn einer Kunstlehrerin und eines Vaters, der immer etwas zu basteln und zu schrauben hatte. Ich habe also immer schon gemalt oder gebastelt. Diese beiden Leidenschaften begleiteten mich durch mein Leben und endeten mit einem Abschluss als Designer am College of Creative Studies in Detroit, Michigan. Damals legte ich meinen Grundstein als Industrie- und Transport-Designer. Ich lernte fundamentale Dinge über Designprozesse, Fahrzeugproportionen und CAD (Computer Aided Design).

Vor mehr als zehn Jahren wendete ich meine Aufmerksamkeit der Motorradindustrie zu. Ich hatte allerdings nie irgendeine Mechaniker-Ausbildung. Seit meinem ersten Auto habe ich mir alles in der Richtung selber beigebracht durch Reparaturhandbücher, Youtube-Videos und die Zusammenarbeit mit Leuten, von denen ich etwas lernen konnte. Nach der College-Zeit überstiegen meine Kenntnisse als Designer noch deutlich meine handwerklichen Fähigkeiten, aber in den letzten zehn Jahren habe ich mit jedem Motorradumbau neue Fertigungsprozesse gelernt.

SK: Ich hatte schon als Kind eine Vorliebe für Modellbauten, war aber in der Schule nie der Überflieger. Letztendlich half mir ein toller Lehrer an der High School durch die Schulzeit. Auch auf dem College lief es nicht so gut für mich, also ging ich ab und versuchte mich mit Architekturmodellbau.

Das wiederum brachte mich zu Industriedesign und -technik. Glücklicherweise hatte ich den Architekten und Industriedesigner John Milich in Brooklyn als Mentor. Der brachte mich auf das Berufsfeld, das mir gefiel: Prototypen bauen für Architekten, Ingenieure und Erfinder.

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WAS WAREN EURE FRÜHEN KREATIVEN EINFLÜSSE?

SK: Tatsächlich erhielt ich Inspiration und kreative Sensibilität beim Kunststudium am College, beispielsweise durch den französischen Maler Toulouse-Lautrec, Architekten wie I.M. Pei und natürlich John Milich.

DM: Ich lasse mich von allem möglichen beeinflussen, Konzeptstudien von Fahrzeugen zum Beispiel. Oder auch von etwas ganz Subtilem wie der Oberflächenbehandlung an einem Elektrowerkzeug. Mich inspiriert alles, vom Fahrrad bis zur Rakete.

Pei

Louvre Architect I.M. Pei (Getty Images)

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GIBT ES AUCH KÜNSTLER ODER DESIGNER AUS DEM NICHT-MOTORRAD-BEREICH, DIE EUCH INSPIRIEREN?

SK: Oh ja, ständig. Ich besuche regelmäßig Kunstmuseen, um mich inspirieren zu lassen.

DM: Ich bin ein großer Bewunderer der Arbeiten von Daniel Simon, darunter sein Buch ‚Cosmic Motors’. Das zeigt eine Sammlung von hochglanzpolierten Darstellungen futuristischer Transport- und Renndesigns. Ich mag auch Syd Mead und seinen Bladerunner-Stil. Das ist Realität gewordene Konzeptkunst.
Daniel Simon Cosmic Motors

Cosmic Motors by Daniel Simon (danielsimon.com)

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HABT IHR WEITERE DESIGN-ORIENTIERTE INTERESSEN, VORLIEBEN ODER HOBBYS?

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SK: Bei meiner Arbeit dreht sich um den Bau von Prototypen und Modellen für Architektur und Industriedesign, damit habe ich reichlich zu tun. Aber ich habe angefangen, Gitarre zu lernen. Dabei bewege ich meine Hände und Finger auf andere Art, das regt mein Hirn dazu an, anders zu denken und schärft meinen Tastsinn. Dazu kommt die Formschönheit des Instruments. Ich habe schon welche gesehen, die sind hunderte Jahre alt in zeitloser Gestalt und ich denke: „Das ist Design.“ Dafür kann ich mich begeistern.

DM: Meine Arbeit begann mit Autos und ich habe nie aufgehört, mit ihnen zu arbeiten. Ich besitze einen BMW 2002 von 1975, den ich schrittweise restauriere. Meine tägliche Arbeit hält mich auf Trab, ich erledige meistens Auftragsarbeiten und Designberatungen für Hersteller von Elektrowerkzeugen, Haushaltsgeräten, Unterhaltungselektronik und anderen Produkten.

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Scott Kolb & David Mucci

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NACH ALL DER ERFAHRUNG UND ARBEIT, SEHT IHR EUCH IMMER NOCH ZU ALLERERST ALS DESIGNER?

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DM: Ich bemühe mich, stets dazu zu lernen, und ja, ich sehe mich zu allererst immer noch als Designer. Bei jedem Projekt versuche ich, mir mindestens eine neue Fertigkeit anzueignen. Für die Aluteile der KTM habe ich einen Kursus zur Metallbearbeitung bei Christian Sosa belegt. Ich habe acht oder neun Versionen wieder zerstört, bis ich endlich die Form hatte, die Ihr jetzt an dem Motorrad seht. Für mein derzeitiges Ducati-Projekt versuche ich, mit Formen aus Silikon Verkleidungsteile herzustellen.

SK: Ich stecke nicht gerne etwas in Schubladen. Aber 99 Prozent von dem, was wir bei Kolb Machine mit Motorrädern tun, dreht sich um Leistung. Ich versuche immer, Dinge zu verbessern. Ich bewundere die SR-71 ‚Blackbird’, die in den 1960ern in der geheimen Entwicklungsabteilung von Lockheed entstanden ist. Wenn jemand aus der Zeit auf mich als Prototypenbauer verwiesen hätte, hätte ich mich sehr geehrt gefühlt.

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Scott Kolb - 2

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EGAL, WO IHR EUCH IN EINEM PROZESS GERADE BEFINDET, SEI ES BEI DER KONZEPTION, DER AUSARBEITUNG ODER DER HERSTELLUNG: WAS IST EUER LIEBLINGSWERKZEUG?

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DM: Aus digitaler Sicht mein Tablet, mein Eines-für-alles. Mit dem kann ich sowohl zeichnen wie auch CAD-Entwürfe gestalten. In der Werkstatt habe ich einen speziellen Aufsatz für meine Schleifmaschine, der mir die Arbeit erleichtert. Der hat mir schon Arbeitsstunden und Schweiß und Muskelkraft gespart.

SK: Mein wertvollstes Werkzeug ist meine Fräse von Bridgeport. Ich musste mal eine längere Zeit ohne sie auskommen und ich vermisste sie schrecklich. Ich kann mir nicht vorstellen, sie nicht zu benutzen. Und ohne jetzt gekünstelt klingen zu wollen: In ganz frühen kreativen Phasen ist ein Bleistift wesentlich für mich. Der ist vielseitig, mit ihm fangen alle meine Entwürfe an.

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David Mucci – 2

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WIE WICHTIG IST TECHNOLOGIE BEI EURER ARBEIT? WIE BEWERTET IHR NEUE DESIGNPROGRAMME, NEUE SOFTWARE UND NEUE TECHNIKEN?

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SK: Natürlich gab und gibt es immer welche, die gegen neue Technologien sind. Ich glaube nicht, dass der Einsatz von Technologien menschliche Kunstfertigkeit überflüssig macht. Aber der Anteil von Designern, Ingenieuren und Kreativen, die auf neue Technologien setzt, steigt. Man kann zum Beispiel eine Parallele ziehen zwischen den immer populärer werdenden 3D-Druckern und den stereolithografischen Maschinen, die es seit den 1980ern gibt. Ich habe mit einer in den 90ern gearbeitet und die konnten schon zu der Zeit sehr komplexe Prototypen herstellen, was mit herkömmlichen Maschinen bedeutend schwieriger war. Oder CNC-Bearbeitung, bei der ein Computer eine Fräse steuert, die wiederum Holz oder Metall bearbeitet. So etwas ist heute Standard, aber es zwingt auch die alte Garde zum Rückzug. Mancher sagt, dass die Kunst der maschinellen Bearbeitung stirbt. So wie ich das sehe, heißt es anpassen oder aussterben, Kunst ist eine ständige Evolution.

DM: Wichtiger Punkt. Bei meinem KTM- und meinem aktuellen Ducati-Projekt arbeite ich mit CAD, um meine Zeichnungen auszuarbeiten und mir vor Beginn der Arbeiten sozusagen einen Bauplan zu erstellen. Auch 3D-Drucker setze ich zunehmend ein.

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David Mucci – 3

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WAS WAR DAS SCHWIERIGSTE AN EUREN NEUESTEN KREATIONEN?

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DM: Die Aluteile an der KTM waren definitiv die Härte. Ich hatte recht ambitioniert die Karosserieteile entworfen, bevor ich wirklich fit war im Formen von Metall. Acht oder neun Versionen habe ich gemacht und wieder verschrottet, erst dann war ich bei der jetzigen angelangt. Es brauchte viel Zeit und war eine echte Qual. Aber ich hatte mir ein Ziel gesetzt und bin am Ende sehr zufrieden.

SKFür mich war ebenfalls die Karosserie die schwierigste Aufgabe. Rahmen baue ich jeden Tag, das hier ist mein 22., davon waren 15 Produktionsaufträge für andere. Technische Arbeiten machen mir keine Angst, eher schon das Bodywork. Die Konturen prägen das gesamte Objekt, das ist das, was die Betrachter am stärksten beurteilen. Das Fahrwerksdesign kommentieren nur die wirklich Verrückten, die Karosserie wird von jedem beurteilt ohne Rücksicht auf Verluste. In gewisser Weise muss ein Designer in diesem Bereich am härtesten im Nehmen sein. Ich beneide niemanden, der sein Leben lang Fahrzeuge für die Massen entwirft. Das muss immens stressig sein.

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One Moto Show - 1

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WAS GEFÄLLT AUCH ALS UMBAUER AM BESTEN AUF DER ONE SHOW UND WAS ALS FAHRER UND FAN? WIE OFT WART IHR SCHON HIER?

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DM: Ich bin vor drei Jahren nach Portland gezogen. Früher bin ich von Chicago aus 40 Stunden und mehr hierhin gefahren, um meine Motorräder auszustellen. Und obwohl es mittlerweile viele ähnliche Veranstaltungen gibt, ist die One Show immer noch die beste, das Original. Ich würde die Verbindungen und Freundschaften, die ich hier in fünf Jahren aufgebaut habe, um keinen Preis missen wollen.

SK: Für mich ist das hier meine Premiere. Am besten gefällt mir, dass mich die Veranstalter hier haben wollten. Es ist wirklich schön, anerkannt zu werden und ich war sehr scharf darauf hierher zu kommen. Als Zuschauer mag ich die Rennen, die zusätzlich stattfinden und die zum ersten Mal auch noch im gleichen Gebäude gefahren werden. Manche Motorräder waren eben noch auf der Show und fahren jetzt im Oval, das beeindruckt mich schon sehr. Das macht die One Show so besonders und ich komme gerne wieder.

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Scott Kolb – Barber Vintage

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IRGENDWAS BESONDERES, WAS IHR ZULETZT GEFAHREN SEID ODER FAHREN WERDET?

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SK: Wenn ich fahre, hat das fast immer was mit Rennen zu tun. Ich mache Eis-Speedway, ich absolviere Rekordfahrten in Bonneville und fahre Straßenrennen beim Barber Vintage Festival. Das Thema ist immer das gleiche: die Motorräder verbessern und dann Vollgas. Mein nächstes Rennen ist bei der AHRMA (American Historic Racing Motorcycle Association) im New Jersey Motorsports Park auf einer Kramer Supermono. Im August bestreite ich Rekordfahrten in Bonneville auf einer 125er.

DM:Ich habe kürzlich mit meiner Freundin Kara und einigen Freunden eine Tour von San Francisco über Big Sur nach Los Angeles unternommen. Das wollte ich schon seit Jahren einmal machen. Im Moment reden Kara und ich darüber, im Sommer offroad von Portland nach Tahoe zu fahren. Ich möchte mehr Piste fahren seitdem wir hier im Nordwesten leben.

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Scott Kolb – Monocoque Streamliner

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WO KÖNNEN WIR EURE KREATIONEN SONST NOCH SEHEN? WORAN ARBEITET IHR ALS NÄCHSTES?

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DM: Momentan arbeite ich viel am meinem aktuellen Projekt, dem Umbau einer Ducati SportClassic GT 1000. Dafür experimentiere ich mit neuen Methoden zur Fertigung von Karosserieteilen, beispielsweise mit hochdichten Schaumstoffstopfen und Formen aus Silikon. Die Vorstellung der Ducati plane ich für die Handbuilt Motorcycle Show in Austin (Texas) vom 3. bis 5. April. Außerdem zeige ich die Fortschritte auf meinem Instagram Account @motomucci. Da kann jeder sehen, wie weit ich bin.

SK: Mein spannendstes Projekt ist derzeit eine Stromlinien-Verkleidung aus Kohlefaser, in der ein ehemaliger 125er-GP-Zweitakter mit 55 PS steckt. Mit dem wollen wir auf dem Bonneville Salzsee über 360 km/h erreichen. Ich glaube, das wäre für REV’IT! ebenfalls eine interessante Geschichte.

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One Moto Show - 2

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DER ONE SHOW RÜCKBLICK VON REV'IT!

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REV'IT! Booth

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DIE REV’IT! TAILORED TECHNOLOGY DESIGNPHILOSOPHIE

Um Beachtung und Anerkennung zu finden, muss ein modernes Custom-Motorrad außergewöhnlich in Design und Ästhetik sein und gleichzeitig Topleistungen abliefern. Die Einheit von Form und Funktion passt genau zu unserer Tailored Technology Designphilosophie, wie wir sie in unserer Urbanen Kollektion anwenden.

Ob Sie einen diskret modifizierten Cityscrambler fahren, einen extrem umgebauten Café Racer, einen tiefschwarzen Stadtpendler oder irgendwas dazwischen – unsere Kleidungsstücke verbinden Leistung und Sicherheit mit einem hohen Maß an Funktionalität sowie einem Topdesign.

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SCHÜCHTERNE ANFÄNGE – KULTURPHÄNOMEN

2009 veranstaltete Thor Drake mit Freunden in der kleinen Stadt Tillamook an der Pazifikküste von Oregon eine Motorradausstellung. Die dauerte nur einen Tag, als Ausstellungshalle diente ein ungeheiztes verlassenes Warenlager. Was als Untergrundtreffen begann, hat sich zu einem großen Fest der Motorradkultur entwickelt. Hier findet man die einzigartigsten, edelsten oder verrücktesten Umbauten, die die Szene zu bieten hat. In diesem Jahr fand die One Moto Show erstmals in einem neuen, großartigen Veranstaltungsort mitten in Portland statt.

Während der vergangenen elf Jahre hat sich die One Moto Show von einer einfachen Motorradausstellung zu einem echten Ereignis gewandelt mit Musik, Kunst, Essen und Rennen. Die Bekanntheit bei Customizern und Trendscouts der Industrie aus aller Welt, der alljährliche Zuwachs an Zuschauern und die harte Arbeit von Drake und seinem Team von See See Motor Coffee hat die 2020er One Moto Show zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht.

Thor Drake

Thor Drake (r)

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DIE NACKTEN ZAHLEN

Stil mag subjektiv sein, Zahlen sind es nicht. Mehr als 60.000 Besucher, weit über 18.000 qm belegte Ausstellungsfläche im Veterans Memorial Center in Portland, 150 Customizer mit über 200 fahrenden Kunstwerken, fast 70 Verkaufsstände, 20 Sponsoren, vier Konzerte, zwei Tattoo-Stände, 15 Flat-Track-Rennen mit Preisen im Wert von umgerechnet 9000 Euro und eine umgebaute Triumph als Hauptpreis in einem Gewinnspiel sprechen eine deutliche Sprache.

Zu all dem gesellten sich unzählige Handwerker, Künstler, Musiker und Gastronomen. Unterm Strich war die diesjährige One Moto Show die größte Customshow im Nordwesten der USA, wenn nicht sogar der ganzen USA.

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One Moto Show - 3
One Moto Show - 4
One Moto Show - 5
One Moto Show - 6

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DER KERN

Auch wenn sie in Größe und Aufmerksamkeit enorm zugelegt hat, steht bei der One Moto Show immer noch die Customizing-Kultur im Vordergrund. Einmal im Jahr bringt diese Plattform in Portland unveränderte Klassiker aus wertvollen Sammlungen, beinharte Bobber, ausgefallene Chopper, grandiose Dragster, rasante Rekordmaschinen, maßgeschneiderte Supersportler, einzigartige Dirt Tracker und viele andere Motorräder aus der ganzen Welt zusammen.

Die Stile können unterschiedlicher nicht sein, und doch existiert im Zentrum ein gemeinsames Element, das sich über die Jahre immer weiter entwickelt hat: Diese Customizer heben die Szene auf ein neues Niveau. Wir sehen Scott Kolb, David Mucci und all ihre Kollegen und Mitstreiter, die die Grenzen von Custombikes weiter in Richtung Zukunft  verschieben.

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One Moto Show - 7